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Nachdem das letzte Gipfelkreuz von Almbesitzer Peter Pfund 1949 in Rundholzform am Gipfel errichtet wurde und bis 1955 dort stand, beschlossen die Vorstandschaften von Schützengesellschaft (1. Schützenmeister Kaspar Orterer, 2. Schützenmeister Josef Aschenloher, Kassier Jakob Öttl, Schriftführer Anton Wohlmuth) und Schützenkompanie (Hauptmann Peter Gilg, Kassier Johann Schandl, Fähnrich Johann Schwaiger, Lipp) ein neues Gipfelkreuz zum Gedenken an ihre gefallenen, vermissten und verstorbenen Mitglieder auf dem Hirschhörndlkopf zu errichten. |
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Als Sägewerksbesitzer Heinz Heider aus Iffeldorf (Schwiegersohn vom verstorbenen Pfundbauern) von diesem Vorhaben erfuhr, erklärte sich dieser spontan bereit, ein Eichenkreuz zu stiften, was von beiden Vereinen sehr begrüßt wurde. |
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Da aber zur Pfundalm kein Fahrweg führt, musste überlegt werden, wie der schwere Eichenstamm auf das Hirschhörndl zu bringen ist. Langerbauer Kaspar Orterer übernahm mit seinen Rössern den mühseligen und schwierigen Transport des mehrere Tonnen schweren Eichenstammes. Mit einem Wagengestell war der Stamm vorne befestigt. Der holprige, fast durchwegs mit Riegelbrücken befestige Winterweg führte zur Hochgrube. Rechts von der Hochgrube musste in Richtung Bärenhaupt-Jagdhütte ein sehr steiler Wurf bewältigt werden. Unterstützt wurde der Lang von den erfahrenen Holzern Hans Reiser (Wenzl), Stefan Modl, Josef Schwaiger, Leonhard Oettl und Hans Schellhorn. Diese sicherten immer wieder im steilen Gelände die Last, um den Pferden ein wenig Rast zu gönnen. Ab der Jagdhütte wurde der Stamm mit einem Mehnbock von den Rössern des Pfundbauern weitertransportiert. Über das weite Almgelände ging es über den langen Grat zum Hirschhörndl. Insgesamt dauerte der Transport fast 1 ½ Tage. |
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Etwa zehn kräftige Burschen zwischen 20 und 25 Jahre trugen mit Kraxen, Säcken und Eimern vom Melkstattgaster Zement und Kies über den Pfundalmsteig zum Gipfel. Die Träger mussten die Wegstrecke mehrmals bewältigen. Das Material wurde für das Fundament des Gipfelkreuzes benötigt. Inzwischen hatten weitere Helfer das Fundament ausgegraben. Schreinermeister Georg Kiefersauer zimmerte den acht Meter langen Eichenstamm mit dem Querbalken zum neuen Gipfelkreuz zusammen. Auch er fand Unterstützung von Helfern. Noch am gleichen Tag wurde der Sockel betoniert. Auch das Wasser zum Anrühren des Betons musste mit Butten und Eimern von der tiefer gelegenen Alm hochgeschleppt werden. Es war aufgefangenes Regenwasser. Einige Tage später, nachdem der Sockel fest war, konnte dann das neue Kreuz mittels Zangen aufgestellt werden. Nachdem alles vorbereitet war, wurde der Tag der Kreuzeinweihung von den Verantwortlichen beider Vereine für Sonntag, den 19. August 1956 festgelegt. |
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Am Tag der Kreuzeinweihung herrschte schlechtes Wetter. In den frühen Morgenstunden montierte Spenglermeister Georg Brückelmeier aus Lenggries den Blitzableiter am neuen Gipfelkreuz. Es prasselte ununterbrochen Eisregen herab. Deshalb entschloss man sich, die Bergmesse auf die tiefer gelegene Pfundalm zu verlegen. Dort zelebrierte Pfarrer Herbert Staubwasser unter dem trockenen Vordach der Alm den Gottesdienst, umrahmt von zahlreichen Bergfreunden und Wanderern, die dem Wetter trotzten. Die Musikkapelle Jachenau unter Leitung vom Kramer Hans umrahmte musikalisch den Berggottesdienst. Nachdem sich nachmittags das Wetter etwas gebessert hatte, nutzten viele Bergwanderer nochmals dies Gelegenheit, zu einem kurzen Spaziergang zum Gipfelkreuz auf dem Hirschhörndlkopf, um dann den Abstieg ins Tal anzutreten. |
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So grüßt nun schon seit 50 Jahren das Gipfelkreuz vom Hirschhörndlkopf friedlich ins Jachna Tal hinab, als stolzer Beweis für eine intakte Dorfgemeinschaft und ein gesundes Vereinsleben. |
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Jachenau,
August 2006 Ludwig Sixt, langjähriger Schriftführer der Schützengesellschaft und
Beteiligter an der Aktion |